Hygiene rund um die Bio-Tonnen
Im Zusammenhang mit der Bio-Tonne sind seinerzeit im Rahmen der Einführung intensiv die hygienischen Bedenken diskutiert worden. Obwohl sich die Bio-Tonne mittlerweile fest etabliert hat und es in all den Jahren keinerlei Situationen gab, die es nicht auch schon im Umgang mit der Restmülltonne gegeben hat, ist es sinnvoll einige "Erscheinungen" offen anzusprechen. Dabei geht es um Bakterien, Pilze, Fliegen und andere Lästlinge sowie unangenehme Gerüche.
Bakterien:
Organismen wie Salmonellen oder bestimmte Streptokokken sind stets im Bioabfall vorhanden. Ein gesundheitliches Risiko besteht allerdings für die Nutzer von Bio-Tonnen nicht, da alle im Abfall vorkommenden Erreger den Haushalt vorher "durchlaufen" haben. Bakterienbedingte Krankheitsfälle
im Umgang mit der Bio-Tonne sind bislang nicht bekannt.
Pilze:
Bei den Pilzen wird den Schimmelpilzen (insbes. dem Aspergillus fumigatus) eine infektiöse und allergieauslösende Wirkung beim Menschen nachgewiesen.
Eine bestimmte Konzentration an Pilzen und Pilzsporen ist ständig in der Raumluft vorhanden. Überall, wo Zersetzungsprozesse stattfinden, ist die Konzentration an Schimmelpilzen grundsätzlich erhöht. Dies kann in Wäldern, Gärten, Tierställen, in der Nähe von Kompostmieten, aber auch beim Öffnen und Schließen von Abfallbehältern und Bio-Tonnen nachgewiesen werden.
Da aber die Dosis der Pilzsporenbelastung bei normaler Nutzung von Bio-Tonne und Abfallbehälter relativ gering ist und der Aufenthalt am Behälter nur kurz ist, wird gefolgert, daß in der Regel keine relevanten gesundheitlichen Risiken bestehen.
Stark immungeschwächte Personen, wie beispielsweise AIDS-Erkrankte oder Nierentransplantierte sind aufgrund herabgesetzter Abwehrkräfte in ihrem gesamten Lebensumfeld mehr gefährdet als andere. Das gilt dann natürlich auch für die Benutzung der Abfallgefäße.
Fliegen und Maden
Maden sind die Larven der Fliegen. Aus hygienischer Sicht stellen sie kein Problem dar. Sie erzeugen lediglich aufgrund ihres Aussehens, Abscheu und Ekelgefühle.
Die richtige Befüllung - insbesondere dort, wo überwiegend Speiseabfälle und weniger Gartenabfälle anfallen - verhindert Madenbefall auch bei hohen Temperaturen. Beachten Sie die fo,lgenden genannten Tipps, die die Fliegen an der Eiablage hindern, so werden auch die Maden selbst bei schwülwarmen Wetter kein Thema sein.
Probleme mit Fliegen sind auf wenige Wochen beschränkt und treten nur bei sehr sommerlichen Temperaturen auf. Dazu 4 Tipps und 1 Bitte:
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Entleeren Sie Ihr Vorsortiergefäß, wenn möglich, täglich.
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Packen Sie alle Essensreste (insbesondere Fleisch, Fisch, Käse und
Eierspeisen) in Zeitungspapier ein. -
Decken Sie die oberste Schicht der Bio-Tonne mit Zeitungspapier
ab oder streuen sie eine Schicht Sand/Erde drüber. -
Halten Sie die Sammelgefäße geschlossen.
So verlieren die Fliegen das Interesse am Bioabfall und können keine Eier ablegen. -
Benutzen Sie keine Schädlingsbekämfungsmittel für Bio-Tonne und Vorsortiergefäß. Es würde den Kompost in seiner Qualität negativ beeinflussen.
Weitere Infos erhalten Sie bei den Ausführungen "Die Bio-Tonne im Sommer".
Ratten
Hier muß deutlich unterschieden werden zwischen der Bioabfallsammlung in den braunen Bio-Tonnen und der Eigenkompostierung. Der Komposthaufen im Garten kann eine äußerst attraktive Futterquelle für Ratten darstellen. Bei der Bio-Tonne, die durch einen Deckel verschlossen ist, sind Probleme mit Ratten nicht bekannt.
Gerüche
Gerüche treten immer dann auf, wenn in der Bio-Tonne Reststoffe mit hohem Feuchtigkeitsgehalt gesammelt werden. Insbesondere im Sommer kommt es zu Gärungsprozessen und damit zu Gerüchen, weil der für die Zersetzung notwendige Sauerstoff fehlt. Wichtig ist, daß es bislang keine Hinweise dafür gibt, daß mit dem Auftreten von Geruchsstoffen aus biologischen Abfällen ein gesundheitliches Risiko verbunden ist.
Die Gärungsprozesse und damit verbundenen Gerüche lassen sich verhindern, wenn auch feuchte Abfälle locker in das Gefäß eingefüllt werden. Das ist entweder vermischt mit Gartenabfällen möglich oder mit geknülltem Papier, wodurch Luftpolster entstehen und auch die Feuchtigkeit aufgesaugt wird. Eine weitere Möglichkeit ist das Überstreuen der Bio-Abfälle mit Gesteinsmehl oder Kalk. Beides bindet die Gerüche.