
Anpassung der Abfallentgelte 2006
Nachdem bis 2006 acht Jahre lang die Abfallentgelte im Kreis Pinneberg konstant bleiben konnten, war eine Erhöhung leider unumgänglich. Bereits das Jahr 2005 wurde mit einem Defizit abgeschlossen, d.h. die Ausgaben bei der Sammlung und Verarbeitung des Abfalls waren größer als die Einnahmen aus den Abfallentgelten.
Kostentreibend waren besonders die gestiegenen Kraftstoffpreise, denn die Einsammlung von Abfall und Wertstoffen durch die Müllfahrzeuge ist wesentlicher Bestandteil der Entsorgungsleistung. Aber auch Kostensteigerungen bei der Verarbeitung des Restabfalls und des Betriebes des Recyclinghofes sind wirksam geworden. Demgegenüber standen zahlreiche Einsparungen. In der Summe jedoch musste eine Anpassung der Entgelte vorgenommen werden.
Mehrbedarf von 6 %
Der Entgeltmehrbedarf für die Jahre 2006 bis 2009 beläuft sich auf knapp 1,5 Mio. Euro jährlich. Das sind 6 % mehr verglichen mit den Einnahmen des Jahres 2005. Für die kommenden 3 Jahre sollen dann die Entgelte auf dem Niveau von 2006 gehalten werden.
Konkret: Was ändert sich ?
Unter dem Gesichtspunkt der gegenwärtigen Kostenstrukturen und dem Ziel, die Aufwendungen möglichst verursachergerecht zu verteilen, ist die Erhöhung auf die Bereiche Grundentgelt, Entgelt für Restabfallbehälter und Entgelt für Bio-Tonnen in unterschiedlichem Maße umgelegt worden.
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Über das Grundentgelt sollen künftig 45 % statt 40 % des gesamten Entgeltbedarfes gedeckt werden. Das entspricht ein Stückchen mehr der abfallwirtschaftlichen Wirklichkeit, denn weit mehr als die Hälfte der Kosten in der Abfallwirtschaft sind sogenannte Fix- und Vorhaltekosten, also Kosten, die anfallen, allein um die Entsorgungsstruktur aufrecht zu erhalten - unabhängig, ob ein Behälter bereitgestellt wird oder nicht bzw. ob er voll oder teilbefüllt ist.
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Das Entgelt für die Restabfallbehälter (Leistungsentgelt) verändert sich unwesentlich: Es reduziert sich bei den Behältern 80 - 240 l um null bis zwei Cent und steigt bei den Großbehältern (1.100 l) um 11 - 44 Cent pro Monat.
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Das Entgelt für die Bio-Tonne steigt je nach Behältergröße zwischen 1,18 Euro (80 l-Behälter) und 3,54 Euro (240 l-Behälter) im Monat. Mit dieser Steigerung sollen die Kosten der Bioabfallsammlung und -verwertung den Nutzern dieses Sammelsystems verursachergerechter in Rechnung gestellt werden. Bislang sind mit dem Entgelt nur 60 % der Bio-Tonnen-Kosten gedeckt, in Zukunft werden es 80 % sein.
Abfallentsorgung ist mehr als nur die Abholung der Restmülltonne
Mit dem Grundentgelt sowie den Leistungsentgelten für Restabfallbehälter und Bio-Tonnen werden sämtliche Kosten in den unterschiedlichsten Bereichen gedeckt. Dazu gehört die Sperrmüllabfuhr, die Einsammlung und umweltgerechte Behandlung von E-Schrott, die Schadstoffsammlung, Altpapierentsorgung, die Öffentlichkeitsarbeit, Behältergestellung, die Behältermiete, Abrechnung, Tannenbaumsammlung, ...
Die Verteilung der Kosten auf die unterschiedlichen Bereiche zeigt eine interessante Übersicht.
Weitere Informationen:
- Übersicht (pdf) der Entgelte mit Preisunterschieden 2005/2006
- Vorlage zur Engelterhöhung für die polit. Gremien
- grundsätzliche Erläuterungen zum Entgeltsystem
- Faltblatt (pdf): Anpassung der Abfallentgelte 2006
- Faltblatt (pdf): 10 Fragen zum Abfallentgeltsystem im Kreis Pinneberg